Was das Telekom KI-Phone ist
Am 14. August 2025 hat die Telekom das KI-Phone vorgestellt. Dahinter steckt das T Phone 3, das neue Modell der hauseigenen T-Phone-Reihe; parallel kam mit dem T Tablet 2 ein KI-Tablet. Neu ist der fest integrierte Perplexity-Assistent: ein Druck auf den Magenta-Button, zweimal die Power-Taste oder das Magenta-AI-Symbol auf dem Sperrbildschirm gedrückt halten, und der Assistent nimmt Fragen entgegen, gesprochen oder getippt. Im Kaufpreis stecken laut Telekom 18 Monate Perplexity Pro; der Assistent selbst bleibt dauerhaft auf dem Gerät. Verkauft wird es seit demselben Tag in Deutschland und neun weiteren Ländern, darunter Österreich und Polen. Eine Pro-Version kündigte die Telekom damals für später im Jahr 2025 an. Wer kein neues Handy will, bekommt laut Telekom über den Magenta-AI-Button in der MeinMagenta-App kostenfreien Zugriff auf ausgewählte KI-Tools, darunter die Antwortmaschine von Perplexity.
Alle Angaben zum Gerät in diesem Beitrag stammen aus der Presseinformation der Deutschen Telekom „‚Unser‘ KI-Phone bringt ‚KI für alle‘“ vom 14. August 2025. Dort nennt die Telekom auch den Einstiegspreis und die Konditionen im Bündel mit einem Tarif; wir haben das Gerät nicht selbst getestet und übernehmen keine Zahl, weil Aktionspreise sich ändern.
Was es im Alltag macht
Die Telekom beschreibt den Assistenten als Helfer für Alltagsfragen: Was koche ich heute, wo spielt meine Band das nächste Konzert, warum lassen die Blumen die Köpfe hängen. Die Presseinformation nennt dazu sieben Rollen:
- Persönlicher Sekretär: Kalendereinträge anlegen, Mails an Kontakte verfassen, lange Inhalte zusammenfassen.
- Sprachgenie: Speisekarten, Dokumente oder Gespräche übersetzen.
- Reisebüro: Routen planen, Restaurants über OpenTable reservieren, ein Uber bestellen.
- Ernährungsberater und Trainer: Kochtipps, Zutatenlisten, Trainings- und Ernährungspläne.
- Shopping-Berater: Ergänzungen zum Look, Deals, Geschenke.
- Entertainer: Konzerte, Bücher und Filme nach Geschmack.
- Tutor: Matheaufgaben lösen, komplizierte Themen erklären.
Dazu gibt der Assistent Auskunft zu dem, was gerade auf dem Bildschirm oder vor der Kamera ist, und erledigt über Schnittstellen zu vorinstallierten Apps Aufgaben wie Kalendereinträge, E-Mails, Anrufe, Nachrichten und Navigation. Alles davon läuft in eine Richtung: Der Besitzer fragt, das Gerät antwortet oder handelt in seinem Auftrag.
Was es nicht ist: kein Telefonassistent für Betriebe
Wer „Telekom KI-Phone“ sucht, meint manchmal etwas anderes: eine KI, die ans Telefon geht, wenn im Betrieb niemand abhebt. Das ist ein KI-Telefonassistent, und der hat mit dem KI-Phone wenig gemein. Vier Unterschiede:
- Der Assistent arbeitet für die Person, die das Gerät in der Hand hält. Er hebt nicht ab, wenn ein Kunde bei deinem Betrieb anruft; von Anrufannahme für Unternehmen ist in der Presseinformation keine Rede.
- Kalendereinträge macht er, wenn du sie ihm diktierst, nicht, wenn ein Anrufer einen Termin mit deiner Firma vereinbaren will.
- Er läuft auf einem Smartphone, nicht auf deiner Festnetz- oder Firmennummer. Ein KI-Telefonassistent wird per Rufumleitung auf die bestehende Nummer geschaltet und braucht kein neues Gerät.
- Er ist ein Endkundenprodukt für Alltagsfragen. Ein Telefonassistent für Betriebe wird auf deine Abläufe eingestellt: Notfall oder Routineauftrag, Terminwunsch, Rückrufbitte.
Für Geschäftskunden hat die Telekom ein anderes Angebot im Programm, die Conversational AI Suite; wie sich das einordnet, steht im IONOS-Check im Abschnitt zur Telekom.
KI-Phone und KI-Telefonassistent im Vergleich
| Merkmal | Telekom KI-Phone | KI-Telefonassistent |
|---|---|---|
| Wer bedient es | Der Besitzer des Smartphones, per Taste oder Sprache | Der Anrufer, der bei deinem Betrieb anruft; du bekommst das Ergebnis |
| Was es tut | Beantwortet Fragen, übersetzt, plant, schreibt Mails, legt Kalendereinträge an (laut Telekom) | Hebt ab, fragt nach Anliegen und Rückrufnummer, bucht Termine, schickt dir eine Zusammenfassung |
| Wo es läuft | Auf dem T Phone 3 (und dem KI-Tablet T Tablet 2) | Auf deiner bestehenden Firmennummer, per Rufumleitung; kein neues Gerät |
| Für wen | Privatnutzer mit Alltagsfragen, laut Telekom „KI für alle“ | Betriebe, die Anrufe verpassen: Handwerk, Kanzlei, Hausverwaltung, Werkstatt |
| Beispiel | „Was koche ich heute mit diesen Zutaten?“ | „Guten Tag, ich hätte gern einen Termin für die Heizungswartung.“ |
Wann ein KI-Telefonassistent für dich passt
Wenn im Betrieb Anrufe liegen bleiben, weil du auf der Baustelle stehst, im Kundengespräch sitzt oder nach Feierabend nicht mehr rangehen willst, brauchst du jemanden, der abhebt. Ein KI-Telefonassistent nimmt den Anruf an, fragt, worum es geht, bucht einen Termin in deinen Kalender und schickt dir die Zusammenfassung. Wie du Anrufe außerhalb der Öffnungszeiten auffängst, steht im eigenen Ratgeber; was das Ganze kostet, im Beitrag Was kostet ein KI-Telefonassistent?, der einzigen Seite, auf der wir Preise nennen.
Verwandte Begriffe: KI-Telefon, KI-Anruf, KI-Anrufbeantworter
KI-Telefon meint umgangssprachlich mal ein Gerät wie das KI-Phone, mal das Telefonat mit einer KI. Wie sich so ein Gespräch anhört, zeigt die Hörprobe im Beitrag Mit KI telefonieren.
KI-Anruf ist ein Anruf, bei dem eine KI spricht, etwa der Rückruf auf eine Web-Anfrage. Was erlaubt ist und woran du seriöse KI-Anrufe erkennst, steht unter KI-Anrufe: erlaubt, erkennbar, erklärt.
KI-Anrufbeantworter ist die Weiterentwicklung der Mailbox: Statt aufzuzeichnen führt er ein kurzes Gespräch und hält das Anliegen fest. Mehr dazu auf der Seite zum KI-Anrufbeantworter.