Der Selbstcheck: sechs Fragenblöcke
Nehmen Sie sich eine konkrete Aufgabe vor, zum Beispiel das Beantworten wiederkehrender Anfragen oder das Ablegen eingehender Dokumente, und beantworten Sie die Fragen dafür. Rechnen Sie nichts zusammen. Wichtig sind die Stellen, an denen Sie „weiß ich nicht“ sagen.
1. Ziel und Anwendungsfall
- Können Sie in einem Satz sagen, welche Aufgabe die KI übernehmen soll?
- Wissen Sie, woran Sie erkennen, dass es besser geworden ist?
- Gibt es im Haus jemanden, der den Nutzen will und sich kümmert?
2. Daten
- Liegen die Daten, die die KI braucht, digital vor?
- Wissen Sie, wo sie liegen und wer sie pflegt?
- Sind vertrauliche oder personenbezogene Daten dabei?
3. Systeme und Schnittstellen
- Welche Software ist an der Aufgabe beteiligt?
- Bieten diese Systeme eine Schnittstelle (API) oder einen anderen geordneten Zugang?
- Wer betreut sie technisch?
4. Prozesse
- Ist der Ablauf beschrieben, oder sind sich wenigstens alle Beteiligten einig, wie er läuft?
- Wiederholt er sich oft genug, dass sich Automatisierung lohnt?
- Wo prüft heute ein Mensch das Ergebnis?
5. Team und KI-Kompetenz
- Wer arbeitet heute schon mit KI-Werkzeugen, offiziell oder privat?
- Wissen Ihre Beschäftigten, was erlaubt ist und was nicht?
- Wo besteht Schulungsbedarf?
6. Regeln, Datenschutz und Governance
- Gibt es eine KI-Richtlinie, oder arbeitet jede Abteilung nach eigenem Gefühl?
- Ist geklärt, welche Daten in welches Werkzeug dürfen?
- Ist Ihre Datenschutzverantwortliche oder Ihr Datenschutzverantwortlicher eingebunden?
Es gibt keine Punktzahl, kein Zertifikat und keine Stufe, in die wir Sie einsortieren. Jedes „weiß ich nicht“ ist Stoff für die Bestandsaufnahme. Wo Sie bei mehreren Blöcken unsicher sind, lohnt das Gespräch.
Was im Erstgespräch und in der Bestandsaufnahme passiert
- Erstgespräch (30 Minuten per Video, kostenlos): Welche Aufgabe, welche Daten, welche Systeme, welche Vorgaben? Wir schätzen ein, was sich mit KI lösen lässt.
- Bestandsaufnahme: Wir gehen die sechs Blöcke an Ihrem konkreten Prozess durch, gemeinsam mit den Menschen, die damit arbeiten.
- Zielbild: Sie erhalten ein Konzept mit Aufwand und erwartetem Nutzen, und eine begründete Empfehlung für den Lösungsweg (Prozessautomatisierung, Integration, RAG, Corporate LLM oder KI-Telefonassistent).
- Entscheidung: Datenschutzfragen sind geklärt und dokumentiert. Dann entscheiden Sie, ob ein Pilot folgt.
Der Check beantwortet „Wo stehen wir?“. Welche Schritte danach in welcher Reihenfolge kommen, beschreibt der Leitfaden KI im Unternehmen einführen.
Wohin der Check führen kann
- Aufgaben, die an Abläufen hängen: KI-Prozessautomatisierung oder KI-Integration
- Wissen in Dokumenten: RAG für Unternehmen
- Vertrauliche Daten und private KI-Konten: Corporate LLM
- Fehlende Regeln: eine KI-Richtlinie und der Rahmen aus dem Leitfaden KI-Governance
Manchmal lautet das ehrliche Ergebnis: Jetzt noch nicht, zuerst müssen Daten oder Zuständigkeiten geklärt werden. Auch das gehört zur Beratung, und es spart Ihnen einen Pilot, der ins Leere läuft.